Kunterbunt und kerngesund – sekundäre Pflanzenstoffe

…oder warum es gerade jetzt wichtig ist, bei regionaler Frischkost zuzugreifen

Sommer ist die Zeit für Picknick und Grillfeste. Aber es ist auch die ideale Zeit, regionales Obst und Gemüse zu genießen. Denn besonders in den Monaten zwischen Juni und Oktober gibt es eine vielfältige Auswahl an knackigen Vitaminbomben. Zu regionalen Produkten zählen Gemüsesorten, die bei regionalem Klima und Wetterbedingungen ohne Folienbau und Gewächshaus wachsen (Freilandanbau), wie z.B. Möhren oder Kohlrabi.
Warum es sinnvoll ist, sich für regionale und saisonale Frischkost zu entscheiden hat viele Gründe:

  1. Saisonales Obst und Gemüse überzeugt durch kräftigen Geschmack und volles Aroma
  2. Die Transportwege sind kurz. Somit wird die Umwelt geringer belastet und die Früchte müssen nicht in einem unreifen Zustand geerntet werden
  3. Regionale Frischkost ist nitratärmer und weist einen höheren Gehalt „an essentiellen und gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen auf.“

Der Gesundheit zu liebe
Wer reichlich Obst und Gemüse verzehrt und abwechslungsreich einsetzt, der weiß: Frischkost ist bunt. Für Farben sind die sogenannten „sekundären Pflanzenstoffe“ verantwortlich. Unter diesem Begriff werden bioaktive Substanzen der Pflanzen zusammengefasst, gelegentlich auch Ballaststoffe und sogar Vitamine. In der menschlichen Nahrung kommen etwa 5.000 – 10.000 unterschiedliche sekundäre Pflanzenstoffe vor. Der Pflanze dienen diese Stoffe als Duft- und Lockmittel, als Farbstoff oder Abwehrstoff gegenüber Schädlingen und Krankheiten. Für uns Menschen haben sie überwiegend gesundheitsfördernde Wirkung. Studien haben gezeigt, dass der regelmäßige und abwechslungsreiche Verzehr von sekundären Pflanzenstoffen präventiv gegenüber verschiedener Krankheiten wirkt. Kein Wunder also, dass sich sogar die Pharmaindustrie diese Stoffe zu Nutze macht, denken Sie an Artischockenextrakt oder Knoblauchkapseln.
Besser als über Tabletten, nehmen Sie die wertvollen Stoffe in ihrem Gesamtkomplex über regionale und saisonale Frischkost auf. Heimisches Gemüse und Obst hat die Chance, vollends auszureifen und somit das komplette Spektrum an Aromastoffen und Farbe auszubilden. Anders als konventionelle Gewächshausware aus dem fernen Ausland, ist biologisches Gemüse aus der Region in der Regel nitratarm, da mehr Sonnenlicht bis zur Ausreifung zur Verfügung steht. Da die Transportwege kurz sind, kann auf Pflanzenschutzmittel verzichtet werden. Bei unserer BIO Ware, ist dies natürlich sowieso der Fall.

Welcher „Stoff“ wofür?
Laut Watzl und Leitzmann können den unterschiedlichen bioaktiven Substanzen eine Vielzahl positiver Wirkungen zugeschrieben werden. Im Folgenden finden Sie ein paar Beispiele und somit eine Anregung, wie Sie Ihre Sommermenüs bunt und gesundheitsfördernd anreichern können.

  • Carotinoide (z.B. Möhren, Tomaten…)                       
    krebshemmend, antioxidativ, immunregulierend,
    cholesterinsenkend
  • Polyphenole (z.B. Beerenfrüchte)                     
    krebshemmend, antioxidativ, immunregulierend, antimikrobiell, antithrombotisch, entzündungshemmend, blutdruckbeeinflussend, blutglucosebeeinflussend
  • Sulfide (z.B. Knoblauch, Zwiebeln)              
    krebshemmend, antioxidativ, immunstärkend, cholesterinsenkend, antimikrobiell, antithrombotisch, entzündungshemmend, blutdruckbeeinflussend
  • Saponine (z.B. Blätter, Wurzeln, Spinat, Hülsenfrüchte) 
    krebshemmend, antimikrobiell, immunregulierend, cholesterinsenkend

Regional bei denn’s Siegen 
Wir bei denn‘s bekommen seit vielen Jahren ein umfangreiches Sortiment an Obst- und Gemüseprodukten von regionalen Betrieben.
Folgende Betriebe aus Siegerland, Westerwald und Nordrheinwestfalen beliefern uns mit Obst & Gemüse:

  • Demeter Hofgemeinschaft Birkenhof, Wilnsdorf-Wilgersdorf
  • Bauernhof Familie Pfau, Derschen, Westerwald
  • Biolandhof Schürdt (Mockenhaupt-Giese, Westerwald)
  • Roschelshof (Biolandhof Schumacher, Westerwald)
  • Bioland-Gärtnerei Köllen
  • Bioland-Hof „Hildes Grünzeug“
  • Biolandhof Engemann
  • Pilzzucht Pro-Bio-Pilz
  • Bioland Finkes Hof
  • Demeterhof „Haus Bollheim“
  • Genossenschaft der Ökobauern NRW
  • Bio-Pilzzucht Patrick Deckers

Wir wünschen guten Appetit 
Ihr denn’s Siegen Team
 

Dieser Text stammt vorwiegend von:
Michaela Herbst, zertifizierte Gesundheitstrainerin Vollwerternährung (UGB)    


 1 Vgl. K. Koerber, T. Männle, C. Leitzmann, „Vollwert – Ernährung“, 2004 
 2 Vgl. Watzl und Leitzmann 1999

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.